Die himmlischen heißen Quellen in Hokkaido

Hot spring heaven in Hokkaido
Meine erste Erfahrung mit japanischen heißen Quellen in den frühen 1990ern hat mich zu einem Furo-holiker (Badeliebhaber) gemacht. Es gibt nur wenige Dinge auf der Welt, die grandioser sind, als sich in einem japanischen Onsen (einer heißen Quelle) zu entspannen. Wenn man dieses himmlische Erlebnis mit einem Aufenthalt in einem Ryokan (einem traditionellen japanischen Gasthaus) kombiniert, ist es der ultimative Ausflug. Hokkaido ist ein Ganzjahresziel und seine zahlreichen heißen Quellen können zu jeder Jahreszeit genossen werden.

Es gibt nur wenige Dinge auf der Welt, die grandioser sind, als sich in einem japanischen Onsen (einer heißen Quelle) zu entspannen. Wenn man dieses himmlische Erlebnis mit einem Aufenthalt in einem Ryokan (einem traditionellen japanischen Gasthaus) kombiniert, ist es der ultimative Ausflug.

All das urtümliche geologische und geothermische Grollen unter Japan hat zwar Vulkanausbrüche, Tsunamis und Erdbeben ausgelöst, aber es hat auch 20.000 heiße Quellen geschaffen. Diese Orte wurden zu Wallfahrtsstätten, einem Ort für die 127 Millionen Einwohner des Inselreiches auf dem pazifischen Feuerring, wo sie nicht nur den Körper baden sondern auch die Seele baumeln lassen können. Das ist auch etwas, das Besucher aus der ganzen Welt genießen können.

Obwohl die meisten Leute heiße Quellen zur Entspannung aufsuchen, kann das Eintauchen in heiße Quellen mit bestimmten mineralischen Eigenschaften bei körperlichen Beschwerden helfen. Die Ainu, die indigene Bevölkerung des nördlichen Japans, verwendeten heiße Quellen zu Heilzwecken. In Hokkaido ist das nachgebaute Ainu-Dorf Porotokotan (was in der Ainu-Sprache „Großes Dorf am See“ bedeutet), auch bekannt als das Shiraoi Ainu-Museum, wirklich einen Besuch wert, um einen Blick auf die einzigartige Kultur der Ainu zu werfen. Shiraoi ist eine Nachbarstadt von Noboribetsu, der beliebtesten Onsen-Stadt in Hokkaido, zum Teil wegen ihrer Vielfalt an Wassern mit medizinischen Nutzen.

Es werden weiterhin wissenschaftliche Untersuchungen zu den medizinischen Nutzen des heißen Quellwassers durchgeführt. Zum Beispiel wird berichtet, dass radioaktives Wasser jenen hilft, die unter Gicht, Diabetes, chronischen Verdauungsproblemen, Gallensteinen und Erschöpfung leiden. Schwefelgehalt im Wasser wird als ein Mittel gegen Metallvergiftung angesehen und soll ein schlechtes Hautbild verbessern. Das Kawayu Kinkiyu Hotel in Kawayu hat eine so stark säurehaltige Quelle, dass sie binnen weniger Wochen einen Nagel auflösen kann. Das Baden darin für eine wesentlich kürzere Zeit ist eine großartige natürliche Abhilfe bei Erschöpfung. Die meisten heißen Quellen werden jedoch als einfache Thermalquellen klassifiziert und die meisten Onsen-Besucher kommen einfach zur Entspannung. Die Leute legen während ihres Aufenthalts hier oft ihre Stadtkleidung ab und spazieren mit yukata bekleidet durch die Straßen der Onsen-Städte. Das Wort yukata setzt sich zusammen aus yu (Bad) und kata (Bekleidung).

Die Badeetikette beginnt im Umkleideraum. Hausschuhe und Schuhe werden ausgezogen und am Eingang stehen gelassen. Für Kleidung oder yukata stehen Körbe oder Schließfächer bereit. Ein Handtuch in Standardgröße oder ein kleines Handtuch (tenugui) liegt normalerweise in ihrem Ryokan oder Hotel im Schrank bereit. Das Bedecken des Intimbereichs mit dem Handtuch, während Sie sich in den Badebereich begeben, ist freigestellt. Nachdem Sie sich auf einen kleinen Hocker gesetzt, eingeseift und dann abgespült haben, tauchen Sie tief in das Becken und die japanische Tradition ein. Das Waschen wird erledigt, bevor man für ein ausgiebiges Bad in das Becken steigt. Oft folgt dann nach dem Bad ein sorgfältiges Abspülen und eine gründliche Haarwäsche, abhängig von den mineralischen Inhaltsstoffen des Wassers. In Japan badet man nicht zur Reinigung. Man nimmt niemals Seife mit in die Wanne oder das Becken, weder in einem Gemeinschaftsbad noch zu Hause.

Heiße Quellen findet man in ganz Hokkaido, von Raiden an der Westküste über Toyotomi im Norden, Hakodate im Süden bis zu einer Ansammlung von Quellen einschließlich Rausu, Seseki, Iwaobetsu, Kamuiwakka und Utoro auf der Halbinsel Shiretoko in der äußersten nordöstlichen Ecke der Insel.

Selbst diejenigen, die nur eine begrenzte Zeit in Hokkaido zur Verfügung haben, können ihre magischen Wasser nutzen. Noboribetsu mit seinem dramatischen Jigokudani (Höllental) ist eine Onsen-Stadt mit elf Arten von heißen Quellen und liegt nur 40 Minuten mit einem JR-Limited-Express-Bus vom Flughafen New Chitose entfernt oder eine Stunde mit einem Limited-Express-Zug von Sapporo.

Noboribetsus Wasser reichen von einer Schwefelquelle und einer rotbraunen eisenhaltigen Quelle voller Eisenoxide bis zu einer sauren Aluminiumsulfat-Quelle, die dabei helfen soll, schöne Haut zu bekommen. Jigokudani wurde zu einer von Hokkaidos wichtigsten Stätten des Naturerbes ernannt und ist es definitiv wert, zu Fuß erkundet zu werden. Während Sie sich Ihren Weg durch die surreale Landschaft bahnen, sind sprühender Wasserdampf und vulkanisches Gas mit dem allgegenwärtigen und unverkennbaren Schwefelgeruch Ihre konstanten Begleiter.

Dai-ichi Takimotokan ist Noboribetsus bekannteste Unterkunft. Ihre Originalstruktur reicht zurück in das Jahr 1858. Ein Jahr zuvor hatte Takimoto Kinzo die Thermalwasser dort entdeckt, als er nach einem Mittel zur Linderung der Schmerzen seiner Frau suchte, die durch rheumatische Arthritis hervorgerufen wurden. Die heißen Quellen haben geholfen, und ein Jahr später errichteten die Eheleute das Original-Ryokan, welches heutzutage ein modernes Gasthaus ist, das in seinem großen Badebereich auf 5000 Quadratmetern sieben Arten von Bädern anbietet.

Neben dem Dai-ichi Takimotokan befindet sich das Noboribetsu Grand Hotel, das eine Vielzahl an Quellen und Becken aufweist, einschließlich eines Hinoki-Bades (Hinoki-Scheinzypresse) und eines Felsbades in einem Garten mit einem Wasserfall sowie ein weiteres im Aussehen eines klassisch-römischen Bades, komplett mit Marmorstatuen.

Eine weitere klassische Onsen-Stadt, die man von Hokkaidos Haupttoren aus schnell erreichen kann, ist Jozankei im Shikotsu-Toya-Nationalpark. Sie wurde in den 1860er Jahren von Jozan, einem Mönch aus der Präfektur Okayama, gegründet – daher der Name. Da man dorthin nur eine Stunde mit dem Bus von Sapporo nach Südwesten fahren muss und man sie genauso gut vom Flughafen New Chitose mit einem Direktbus erreichen kann, ist Jozankei für die Einwohner von Sapporo eine ideale schnelle Flucht aus dem Stadtleben. Im Jozankei Grand Hotel befindet sich das Uchu Saidai, das von seiner Geschäftsführung als „das größte Bad im Kosmos“ erklärt wurde. Die Stadt befindet sich in einem Tal entlang des Toyohira-Flusses und hat im Winter eine wunderschöne Aussicht auf die schneebedeckten Berge der Umgebung. Einen Tag Skifahren im nahe gelegenen Sapporo Kokusai Ski Resort, gefolgt von einem Bad in einer heißen Quelle und dann als krönender Abschluss ein Kaiseki-Mahl – das ist eine großartige Art und Weise, Hokkaido bestmöglich zu erleben. Kaiseki ist ein traditionelles mehrgängiges japanisches Essen aus regionalen Produkten der Saison, kunstvoll präsentiert und unglaublich lecker. Es ist die japanische Version von Haute Cuisine.

Ebenfalls innerhalb von einer Stunde vom Flughafen New Chitose entfernt gelegen ist das Shikotsu-See Onsen. Neben dem See befindet sich das Shikotsuko Daiichi Hotel Suizantei, das mehrere Gästezimmer mit eigenen Freiluftbädern hat. Das dreistöckige moderne Marukoma Onsen Ryokan, ebenfalls am Ufer des Shikotsu-Sees beim Marukoma Onsen gelegen, hat spektakuläre Aussichten auf den See und die Berge der Umgebung. Das Gasthaus hat zwei Heiße-Quelle-Bäder im Innenbereich und zwei Heiße-Quelle-Bäder im Außenbereich mit Freiluftbädern.

Viele beliebte Onsen-Gebiete in Hokkaido sind an Seen entstanden. Toyako ist eine Onsen-Stadt am Toya-See am Fuß des Mt. Usu, umgeben von schönen Bergen. Seine Bäder sind berühmt für ihre Aussichten auf den See und die majestätische Landschaft der Umgebung. Das Lake View Toya Nonokaze Resort hat zum Beispiel von seinem Freiluft-Unendlichkeitsbecken aus einen Panoramablick auf den See. An den Ufern des Toya-Sees liegen mehrere erstklassige Hotels mit Räumen im japanischen und westlichen Stil. Der Hauptunterschied besteht darin, ob man auf einem Futon auf Tatami-Matten schläft oder in einem Bett in einem normalen Zimmer mit Teppichboden. Die bequemste Art, um vom Flughafen New Chitose nach Toyako zu gelangen, ist mit dem Zug zum Bahnhof Toya. Die bevorzugte Transportmethode ist jedoch oft ein Direktbus von Sapporo zum Resort.

Während die meisten heißen Quellen über separate Badebereiche für Männer und Frauen verfügen, ist Osarugawa-no-yu in der Nähe der Stadt Sobetsu an der Ostseite des Toya-Sees eine gemischte (konyoku) heiße Quelle mit Freiluftbad (Rotenburo) neben dem Osaru-Fluss. Ihr rustikales Bad ist von Steinen umgeben und dem Fluss zugewandt. Dies ist eine tolle Art, die Natur zu erleben, der natürlichen Musik eines friedlichen Flusses zu lauschen, der aus einer heißen Quelle strömt. Der Blick auf den Fluss ein paar Meter entfernt und der Klang des Wassers, wie es über Steine fließt, ist meditativ. Das ist echtes Live-Streaming von Musik, Jahre bevor das Internet erfunden wurde. Für diejenigen, die einen Tagesausflug zu einem Kurzurlaub mit einer Übernachtung machen möchten, ist das schlichte Ito Ryokan Hikari Onsen, gegründet 1884, eine gute und preiswerte Wahl.

Die Resort-Stadt Akan Kohan im Akan-Nationalpark in Ost-Hokkaido am Südufer des Akan-Sees ist ein großartiger Ort, um zwischen den Bädern die Natur und die Ainu-Kultur zu entdecken. Eine Bootsfahrt zu den Inseln in der Mitte des Sees mit einem anschließenden Besuch des Ainu-Dorfes der Stadt ist ein wirklich sinnvoll verbrachter Tag. Ebenfalls im Nationalpark, aber auf der südlichen Seite des Kussharo-Sees, befindet sich Kotan Onsen, ein weiteres tolles Gebiet für diejenigen, die zwischen den Bädern ausgiebig wandern möchten.

Eine etwas andere Art, eine heiße Quelle an einem See zu erleben, ist es, ein Freiluftbad auf einem See selbst zu nehmen. Dieses einzigartige Erlebnis ist im Winter auf dem Shikaribetsu-See im Daisetsuzan-Nationalpark in Zentral-Hokkaido möglich, wenn sein Wasser zu Eis gefriert. Auf einer Höhe von 800 Metern über dem Meeresspiegel ist es Hokkaidos höchstgelegener See. Man erreicht ihn mit dem Auto oder in 1 Stunde und 40 Minuten mit dem Bus vom Bahnhof Obihiro in Richtung Norden.

Die Insel Hokkaido verfügt über circa 4183 Kilometer Küstenlinie. Entlang der Küste liegen mehrere Onsen, wobei viele ihrer Ryokan wie das Heisei-kan Shiosai-tei Hakodate Yunokawa Onsen von den Bädern aus einen beeindruckenden Blick auf das Meer haben. Das Heisei-kan Shiosai-tei hat 22 Gästezimmer mit Freiluftbädern und liegt weniger als 10 Minuten mit dem Taxi vom Flughafen Hakodate entfernt, einem weiteren Haupttor nach Hokkaido, wenn man mit dem Flugzeug anreist. Yunokawa, 1653 gegründet, ist das nachweislich älteste Onsen in Hokkaido.

La Vista Hakodate Bay, das in der Nähe des Hafens von Hakodate gelegen ist, wo an den Ständen des morgendlichen Fischmarkts einige der besten Krabben (kani) der Welt angeboten werden, besitzt auf seiner obersten Etage ein Außenbad mit einer dramatischen Aussicht auf die Tsugaru-Straße und Mt. Hakodate sowie einem spektakulären Blick auf Hakodate bei Nacht. Das Imagine Hotel & Resort Hakodate hat von seinem Freiluftbad aus ebenfalls einen Blick auf die Tsugaru-Straße. Sein Wasser soll eine feuchtigkeitsspendende Wirkung auf die Haut haben.

Das Mizunashi Kaihin Onsen in Hakodate ist ein seltenes natürliches Heiße-Quelle-Bad am Strand, während weiter die Küste hinauf Misaki-no-yu zwischen Kap Kamui und Kap Shakotan von seinem Freiluftbad aus dramatische Sonnenuntergänge über dem Japanischen Meer bietet. Eine Variation des gleichen Themas kann man vom modernen Kokorono Resort aus auf einer Klippe am Pazifischen Ozean erleben, wo man von seinem Außenbad aus Sonnenuntergänge sehen kann. Das Resort bietet auf Nachfrage einen kostenlosen Shuttle-Service von den JR-Bahnhöfen Noboribetsu und Kojohama. Auf der anderen Seite der Insel ist Utoro Onsen mit seinem beliebten bräunlichen heißen Quellwasser mit hohem Eisen- und Natriumgehalt das flächenmäßig größte Heiße-Quellen-Resort auf der Halbinsel Shiretoko. Das Gebiet hat eine große Auswahl an Unterkünften mit Freiluftbädern mit Blick auf den Sonnenuntergang über dem Ochotskischen Meer. Zu dieser Tageszeit, wenn der Tag zur Nacht wird, ist das Yuuhidai-no-yu ein besonders beliebtes Freiluft-Onsen.

Für Sonnenanbeter, die Frühaufsteher sind, bietet das Ginrinso Ryokan Aussichten auf spektakuläre Sonnenaufgänge über der Ishikari-Bucht und dem Japanischen Meer sowie einen schönen Blick auf die Hafenstadt Otaru. Otaru ist bekannt für Glaskunst, Spieldosen und Sake-Destillerien sowie für seinen berühmten Kanal, der von Cafés und Geschäften gesäumt wird, die aus alten Lagerhäusern umgebaut wurden. Ginrinso, ursprünglich ein privates Wohnhaus, das 1873 gebaut, aber 1938 in ein Ryokan umgewandelt wurde, ist 10 Minuten zu Fuß vom Bahnhof Otaru Chikko entfernt.

Seseki Onsen in Rausu ist ein einfaches, künstlich angelegtes Felsenbecken am Meer. Das Wasser der heißen Quelle ist natürlich authentisch und verfügt über ausreichend mineralische Inhaltsstoffe, um als Onsen klassifiziert zu werden. Die Kombination aus Entspannung in einer heißen Quelle und einer atemberaubenden Aussicht auf den Ozean ist ein Muss für Liebhaber von heißen Quellen.

Hokkaido hat auch ein spektakuläres Landesinnere, bekannt für fantastische Möglichkeiten zum Skifahren im Winter und endlose Kilometer an Wanderwegen während des restlichen Jahres. Von der Küstenstadt Rausu ein paar Kilometer landeinwärts befindet sich Kuma-no-yu mit zwei heißen Quellen unter freiem Himmel. Man erreicht es, indem man neben der Straße parkt und eine kleine Brücke überquert.

Viele Ryokan und Heiße-Quellen-Resorts verfügen von ihren Bädern aus über großartige Bergblicke, wie das Makkari Onsen mit seinem berühmten Blick auf den Mt. Yotei im Shikotsu-Toya-Nationalpark, der auch als der Mt. Fuji von Hokkaido bezeichnet wird.

Fukiage Roten-no-yu befindet sich 1000 Meter über dem Meeresspiegel, mitten im Tokachi-Gebirge, zwei Kilometer vom Tokachidake Onsen entfernt. In dieser nicht nach Geschlechtern getrennten heißen Quelle tauchen die Badegäste nicht nur ins Wasser sondern auch in die Natur ein. Weiter oben am Ende einer Bergstraße befindet sich das Tokachidake Onsen Ryounkaku, welches die einzigartige Auszeichnung hat, das höchstgelegene Onsen in Hokkaido zu sein. Seine kalzium- und natriumsulfathaltigen Wasser kann man auf einer Höhe von 1280 Metern über dem Meeresspiegel genießen, mehr als die halbe Strecke der Serpentinen des Mt. Tokachidake hinauf, eines aktiven Vulkans im Daisetsuzan-Nationalpark. Die Aussicht mit ihren Herbstfarben Ende September und Anfang Oktober sowie die Aussicht im Winter, wenn alles mit Schnee bedeckt ist, sind besonders atemberaubend.

Die Wandermöglichkeiten in diesem Gebiet beinhalten die Besteigung des Gipfels des Tokachidake, eine Tour von acht Stunden hin und zurück, sowie eine Erkundung des Ansei-Kraters, einem vulkanisch aktiven Tal, das dem Jigokudani (Höllental) in Noboribetsu ähnelt.

Für eine weitere Gelegenheit, eine spektakuläre Landschaft in Zentral-Hokkaido zu sehen, können Besucher von Mai bis Oktober in einer Gondel in 13 Minuten den Mt. Tomamu hinauf zur Unkai-Terrasse fahren. Wenn die atmosphärischen Bedingungen mitspielen, begrüßt ein Wolkenmeer die Besucher auf der 1088 Meter über dem Meeresspiegel gelegenen Plattform.

Skifahren im Winter, Golf im Sommer und erstklassige Resorts wie der pauschale Club Med Tomamu sowie die Hotelanlagen Tomamu The Tower und Risonare Tomamu in Hoshino, jede mit modernen heißen Quellen, garantieren Ihnen einen unvergesslichen Urlaub.

Man erreicht das Gebiet in etwa anderthalb Stunden mit einem JR-Limited-Express-Zug von Sapporo zum Bahnhof Tomamu. Diejenigen, die vom Flughafen New Chitose kommen, müssen am Bahnhof Minami-Chitose umsteigen. Zwischen dem Bahnhof Tomamu und dem Skigebiet fahren kostenlose Shuttle-Busse. Während des größten Teils der Ski-Saison verbinden Ski-Busse Tomamu direkt mit dem Flughafen New Chitose.

Ein weiteres Gebiet, das für das Zusammentreffen von Landschaften mit Wolken Bekanntheit erlangt hat, ist Sounkyo in einem Tal im nördlichen Teil des Daisetsuzan-Nationalparks in Zentral-Hokkaido. „Soun“ bedeutet Wolkendecke, und dieses Schluchtgebiet wird zu einem der begehrtesten Anblicke in Hokkaido und selbst in Japan, wenn die hoch aufragenden Klippen und Gipfel in seiner Umgebung teilweise in den Wolken verschwinden. Im Winter wird das Skifahren in dem Gebiet zu einer weiteren Hauptattraktion. Einen Zug von Sapporo zum Bahnhof Kamikawa und dann einen Bus zum Sounkyo Onsen zu nehmen, ist für diejenigen, die kein Auto mieten, die bequemste Möglichkeit, das Gebiet zu erreichen.

Daisetsu Kogen Onsen ist ein weiterer der diversen Ausgangspunkte, von denen aus man den Daisetsuzan-Nationalpark entdecken kann. Dieses abgelegene Gebiet an der Ostseite des Nationalparks befindet sich 1260 Meter über dem Meeresspiegel. Es besteht aus einer einzigen Unterkunft mit Heiße-Quelle-Bädern und ist über eine zehn Kilometer lange, unbefestigte Straße mit der Hauptstraße verbunden. Daisetsu Kogen ist der Startpunkt eines beliebten Rundwanderweges, der einige der spektakulärsten Herbstfarben in Japan aufweist – gewöhnlich am besten in der zweiten Septemberhälfte. Da das Gebiet dicht von Braunbären bevölkert ist, müssen sich Wanderer einen kurzen Vortrag im Bäreninformationszentrum anhören, bevor sie aufbrechen. Das Wandern des gesamten Wanderweges dauert etwa fünf Stunden und Sie benötigen ordentliche Wanderschuhe.

Das Tenninkyo Onsen ist ein weiterer guter Ort, um den Daisetsuzan-Nationalpark zu entdecken, einschließlich Besuche der Hagoromo- und Shikishima-Wasserfälle. Das Hotel Tenninkaku in Tenninkyo gibt Gästen die Gelegenheit, die Umgebungslandschaft von seiner heißen Quelle aus zu betrachten, während sie das Wasserrauschen des unten fließenden Chubetsu-Flusses hören.

Hokkaido ist ein Ganzjahresziel und seine zahlreichen heißen Quellen können zu jeder Jahreszeit genossen werden. Während sich die schönen Aussichten ändern, bleiben die mental und physisch heilenden Wasser gleich.

Meine erste Erfahrung mit japanischen heißen Quellen in den frühen 1990ern hat mich zu einem Furo-holiker (Badeliebhaber) gemacht. 25 Jahre später empfinde ich die magischen Wasser immer noch als eine endlose Quelle visueller Freude und körperlicher Wohltat.

Berichterstatter

Mark Edward Harris

Fotograf / Autor

Mark Edward Harris‘ Fotoaufträge haben ihn in 97 Länder auf sechs Kontinenten geführt. Zu seinen preisgekrönten Büchern gehören „Faces of the Twentieth Century: Master Photographers and Their Work“, „Wanderlust“, „The Way of the Japanese Bath“, „North Korea“, „South Korea“, „Inside Iran“ und „The Travel Photo Essay: Describing A Journey Through Images“.

Mark Edward Harris

Mark Edward Harris's
Das BESTE der Natur in Hokkaido

NATUR
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Prachtvolle Landschaften und Wildtiere, eingefroren im Augenblick.

Anfahrt & Karten

1
Heiße Quellen Noboribetsu
2
Heiße Quellen Kawayu
3
Heiße Quellen Jozankei
4
Heiße Quellen Marukoma (Heiße Quellen Shikotsuko)
5
Heiße Quellen Toyako
6
Heiße Quellen Akanko
7
Heiße Quellen Yunokawa
8
Heiße Quellen Utoro
9
Heiße Quellen Makkari
10
Heiße Quellen Tokachidake
11
Heiße Quellen Sounkyo
12
Heiße Quellen Tenninkyo